Evangelisches Krankenhaus

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Megatrend Gesundheit – Vorsorge wichtigster Teil

Wenn Gesundheit ein Megatrend der Zukunft ist, dann ist die Vorsorge ein sehr wichtiger Bestandteil dieses Trends. Das Evangelische Krankenhaus Schwerte trägt dieser Tatsache Rechnung, indem es die Prävention zu einem herausragenden Faktor innerhalb der Abteilung für Innere Medizin aufwertet und fest im Angebot für die EKS-Patienten etabliert.

Schwerpunkte der Klinik für Innere Medizin II sind mit der Kardiologie und der Pneumologie die Bereiche Präventiv- und Sportmedizin.

Präventiv- und Sportmedizin

Präventivmedizin – das ist weit mehr als nur die Förderung von sportlicher Betätigung oder gesunder Ernährung.  Ziel von Dr. Friedrich Fiegenbaum und seinem Team ist es, den Patienten vor dem Hintergrund seiner komplexe Einbindung in die Lebensumwelt zu betrachten. Dabei werden physische und psychische Beanspruchungen sowohl im Arbeitsprozess als auch im Freizeit(sport)- und Familienumfeld mit einbezogen.

Der präventivmedizinische Ansatz von Chefarzt Dr. Friedrich Fiegenbaum fokussiert sich auf die Anpassung der Lebensführung und der sportlichen Aktivitäten auf der Grundlage modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dabei steht das immense Potential optimaler ärztlicher Betreuung im EKS, teils auch zusammen mit gezielten therapeutischen Maßnahmen „abrufbereit".

Vom Körper wird gerade in der hektischen Zeit, in der wir leben, stets eine Höchstleistung erwartet. Diese zu optimieren und für lange Zeit zu erhalten, sieht das Team von Dr. Fiegenbaum als Ziel!

Sport ist gesund – aber wieviel?

Wer frühzeitig damit beginnt, geeignete Maßnahmen gegen die verschiedenen Alterungsprozesse einzuleiten, kann sich viel ersparen - Beschwerden, Unannehmlichkeiten, aber auch Kosten.

Denn wenn erst einmal die ersten Krankheitszeichen wie beispielsweise Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Rücken- und Gelenkschmerzen, Durchblutungsstörungen, Atemnot oder ähnliches auftreten, wenn degenerative Prozesse chronisch geworden sind, wird es wesentlich aufwändiger "das Steuer noch einmal herumzureißen".
Reduzierte Hormonspiegel, Stressfaktoren, Umweltgifte, Ernährungsfehler, verlangsamte und gestörte Stoffwechselvorgänge – dies alles führt "schleichend" zu spürbaren Funktionseinbußen, zu Mangelzuständen und schließlich zu Krankheiten.

Vor den präventiven Empfehlungen sind jedoch zunächst präzise Analysen und Messwerte in der Diagnose unverzichtbar. So werden zunächst eine Vielzahl wichtiger Parameter ermittelt. Dazu gehören Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Gasstoffwechselgrößen und nicht zuletzt der Blutdruck.

Programm für Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden

Körperliche Fitness ist eine Voraussetzung für einen Zustand optimalen psycho-physischen Wohlbefindens. Die Wege dazu sind allerdings sehr unterschiedlich: Die einen benötigen die vollkommene körperliche Erschöpfung durch eine maximale Belastung bis in den Grenzbereich ihrer Leistungsfähigkeit.

Die anderen haben über viele Jahre nicht nur keinen Sport betrieben, sondern sich auch im täglichen Leben kaum bewegt. Irgendwann bemerken sie ihre nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit und beschließen eine Veränderung ihres Lebensstils.
Das von Chefarzt Dr. Friedrich Fiegenbaum entwickelte Programm für Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden umfasst deshalb individuelle Angebote zum Gesundheitstraining für Kranke, sportive Gesunde und Leistungssportler gleichermaßen.
Damit setzt das Evangelische Krankenhaus Schwerte bei der Prophylaxe lebensstil-bedingter Herz-Kreislauf- oder Diabetes-Erkrankungen an ohne jedoch die Begleitung von sportlich Aktiven zu vernachlässigen.
Mit gezielten Maßnahmen gegen Bewegungsmangel, Stress, Übergewicht oder ungesunde Ernährung helfen die Sportmediziner im EKS dabei, eingefahrene Verhaltensmuster aufzubrechen. Hobby- und Leistungssportler (D-Kader) finden
hingegen in der Sportmedizin am EKS Spezialisten, die mit Leistungstests alle wesentlichen Körperorgane „durchleuchten".

Mit dem Angebot „Gesundheitssport und Leistungssport" möchte Dr. Friedrich Fiegenbaum mit seinem Team die Schwerter gezielt dabei unterstützen, ihren Lebensstil kritisch zu überdenken, Risikofaktoren aufzudecken und so die Eigenverantwortlichkeit zu stärken. Aktiven Sportlern bietet das EKS zudem die Möglichkeit, ein für sie spezielles Trainingsprogramm zu entwickeln, das auf den individuellen Herzfrequenzen aufbaut.

Schwerpunkt Gesundheitssport

Der Schwerpunkt Gesundheitssport wendet sich an zwei Zielgruppen. Einerseits sind dies die „sportlichen Neuanfänger und Wiedereinsteiger" sowie andererseits liegt der Fokus auf Herz-, Lungen, Stoffwechselerkrankten, die durch sportliche Betätigung in ihrem Gesundheitszustand stabilisiert werden möchten.
Bei dieser Gruppe wird neben einem ausführlichen Gesundheitsstatus (Herz und Gelenke) auch eine Herzkreislaufrisikofaktoren-Analyse (RF) sowie Belastungstest (Laufband, Fahrradergometer) vorgenommen. Auf Basis dieser Untersuchungen wird ein individuell optimales Bewegungsprogramms für ein Gesundheitstraining mit langsam ansteigenden Belastungsumfängen entwickelt.

Schwerpunkt: Leistungssport

Hobby- und Leistungssportler (D-Kader) müssen ein zusätzliches Trainingsprogramm mit Ermittlung individueller Herzfrequenzen absolvieren. Danach können fundierte Aussagen zu Grundlagen, Ausdauer oder intensiv extensive Tempoläufe bzw. regenerative Läufe getroffen werden.

Im Untersuchungsprogramm eingeschlossen sind ein Organstatus (Herz und Gelenke) sowie die Laborwerte für Blut, Leber, Nieren- u. Stoffwechselparameter, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, eine Körperfettanalyse, ein Fitnesstest (Spiroergometrie Rad / Laufband)

Alle Leistungstests erfolgen mit EKG und Blutdruckmessung in Ruhe und unter Belastung. Zusätzlich werden Lactat (Milchsäuremessung), Sauerstoffaufnahme und eine Herz-Lungen- Leistungsberechnung erhoben.

Geräteausstattung der Präventiv- und Sportmedizin

  • fahrradergometrische Messplätze in sitzender/liegender Position
  • laufbandergometrische Messplätze
  • spirometrische Messeinheiten (portabel und für Feldtests einsetzbar)
  • Lungenfunktionsmessgerät
  • EKG-Geräte
  • echokardiographischer Messplatz (einschl. CW-, PW- und Farbdoppler)
  • spezielles Fahrradergometer zur Durchführung belastungsechokardiographischer Untersuchungen, kombiniert mit einer Rechnereinheit zur simultanen Datenverarbeitung
  • Langzeit-EKG-Messplatz
  • Langzeit-Blutdruck-Messplatz
  • Röntgenanlage (einschl. Möglichkeit der Herzvolumenbestimmung)
  • komplettes klinisch-chemisches Labor für die Bestimmung medizinischer
  • Routineparameter inkl. Säure-Basen-Haushalt und Hormone
  • Immunologie-Labor mit Durchflußzytometrie

Prävention – integrativer Bestandteil neuartiger Plattform

Das EKS sieht in diesem Präventionsschwerpunkt einen inte?grativen Bestandteil der „vorsorgenden Medizin". Dies ist nicht zuletzt auch ein Wunsch der niedergelassenen Ärzteschaft, die hier eine Integrationsplattform für ihre Patienten findet, die eine sportmedizinische Betreuung während ihrer Rehabilitations?phase suchen.

Das sport- und präventivmedizinische Team am EKS gibt um?fassende Antworten auf die berechtigten Fragen der Patienten:
Darf ich bei einer bereits bestehenden Gesund?heits?störung überhaupt Sport treiben?
Welches sind die für mich geeignetsten Programme?
Wie oft und mit welcher Intensität sollte ich das Fitness?programm durchführen?
 So empfiehlt beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie Patienten nach koronaren Herzerkrankungen nur ärztlich überwachte Programme in Übungs?gruppen. Ihr Statement: Ein Minimum von 30-60 Minuten mäßig intensiver Bewegung dreimal wöchentlich (Gehen, Joggen, Radfahren oder eine andere aerobe Aktivität) – unterstützt durch eine aktivere Lebensweise – kann so mittel- bis langfristig zu einer erheblichen Verbesserung des Allgemeinzustandes führen.

Amateur- und Vereinssportler
Egal ob Amateur- oder Vereinsportler: jeder sollte sich stets die Frage stellen, ob er nicht „des Guten zuviel" macht. Nicht ohne Grund müssen Bundesliga-Fußballprofis vor einem Vereinswechsel stets „zum TÜV". Der neue Verein will bei den Summen, die im Profi-Geschäft schließlich wissen, wie fit derjenige ist, für den der Verein teils Millionen zahlt. Nun ist Schwerte nicht zu vergleich mit der Praxis bei Bayern München oder Real Madrid, dennoch tut jeder Verein in der Ruhrstadt und darüber hinaus gut daran „seine" Sportler einem Check zu unterziehen, um die Belastung individuell anzupassen, auch um das beste Ergebnis für den Einzelnen und die Mannschaft zu erzielen.

Das Angebot des EKS gilt also nicht nur für den sportlich aktiven Schwerter, der abends für sich noch joggt, sondern auch für alle Schwerter Vereine. Dr. Friedrich Fiegenbaum wird sich deshalb in Kürze speziell an die Trainer der Schwerter Sportvereine wenden, um sie über die Möglichkeiten der Sportmedizin am EKS zu informieren.

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