Endoskopische Untersuchungen 1. Die „obere“ Intestinoskopie
(Ösophagogastroduodenoskopie/ÖGD):
Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm des Patienten werden untersucht, bei Bedarf Proben entnommen oder krankhaftes Gewebe entfernt. Indikationen für eine solche Untersuchung sind zum Beispiel Sodbrennen, Schluckbeschwerden, Oberbauchschmerzen, Gewichts-abnahme oder Erbrechen.
2. Die „mittlere“ Endoskopie „Dünndarmspiegelung“:
Bei der „mittleren“ Endoskopie wird der bis fünf Meter lange Dünndarm mittels der Video-Kapselendoskopie inspiziert. Dazu wird eine Kapsel von der Größe 11 x 26 mm geschluckt, die bei der Darmpassage 2 Bilder/Sek. über einen Zeitraum von 8 Stunden aufnimmt. Der Patient trägt am Bauch ein Aufnahmegerät. Bei der Auswertung kann die Ursache für Blutungen, entzündliche Darmveränderungen oder Tumore festgestellt werden.
3. Die „untere“ Endoskopie (Coloskopie/C):
Mit einem Endoskop wird der ganze Dickdarm untersucht, wenn nötig auch der untere Dünndarm. Darmkrebsvorsorge, Blutabgänge, Verstopfungen und Durchfälle sowie Bauchbeschwerden sind eine häufige Indikation zur Durchführung einer solchen Coloskopie. Blutungen können mit dieser Methode gestillt, Neubildungen wie Polypen entfernt und Gewebeproben entnommen werden, etwa um eine Differenzierung von Entzündungen oder Tumoren vorzunehmen.
4. Die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie/ERCP:
Wie bei der oberen Intestinoskopie wird ein Endoskop in den Zwölffingerdarm vorgeschoben und über eine Sonde die Gallenwege, die Gallenblase und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse dargestellt. Damit lassen sich zum Beispiel Tumore der Bauchspeichel-drüse, Verengungen der Gallenwege durch Steine sowie Entzündungen oder Tumore nachweisen, gegebenenfalls auch behandeln.
Die obere Intestinoskopie, die Coloskopie und die ERCP können ambulant, bei Bedarf aber auch stationär durchgeführt werden, wie es auch bei der Videokapselendoskopie erforderlich ist.